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Landshut gegen Bietigheims "Eisenmänner" unter Siegzwang

Landshut gegen Bietigheims "Eisenmänner" unter Siegzwang
DEL2
Spitzenreiter Starbulls Rosenheim in Heilbronn vor lösbarer Aufgabe / Pinguine wollen Vormarsch fortsetzen, Towerstars Rang drei verteidigen

48 Stunden nach der knappen Niederlage im Kampf um die Tabellenführung in Rosenheim steht der EV Landshut daheim gegen zuletzt vier Mal in Serie bezwungene Bietigheim Steelers unter Siegzwang -  will man die Starbulls nicht enteilen lassen! Schließlich scheint der Neu-Spitzenreiter bei den Heilbronner Falken vor einer lösbaren Aufgabe. Hinter dem Führungs-Duo herrscht derzeit Hochbetrieb: Derweil die Ravensburg Towerstars den gerade eroberten dritten Rang in der Lausitz unbedingt verteidigen wollen, plant Bremerhaven in Dresden den fünften Coup in Serie. Im Werdenfelser Land kommt es zwischen dem SC Riessersee sowie Neuling Bad Nauheim zu einem attraktiven Mittelfeld-Duell und in Kaufbeuren beschließt der ESV den 15. DEL2-Spieltag gegen Schlusslicht Crimmitschau.


Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr)

Ausgerechnet jetzt, da das Lausitzer Lazarett Hochkonjunktur hat, kommen die Towerstars. Zu allem Überfluss muss Förderlizenz-Spieler Steve Hanusch am Sonntag auch noch zurück nach Krefeld. Mit Ravensburg kommt ein Team in die Lausitz, das am Freitag den Sprung auf Rang drei geschafft hat und diesen Platz nur zu gern verteidigen würde. In der vergangenen Saison landeten die Ravensburger Cracks im Fuchsbau zwei Siege. Für Towerstars-Trainer Petri Kujala ist jedoch eine deutlich konstantere Leistung nötig, als zuletzt beim 4:3 gegen Dresden, um in der Lausitz erneut zu bestehen. „Wir waren phasenweise zu unkonzentriert, das muss besser werden“, fordert der Finne, dessen Team auch den ersten Saisonvergleich dominiert hatte. Damals hieß es am Ende 6:1 für die Oberschwaben.

EV Landshut - Bietigheim Steelers (18.00)

Nach dem knappen 3:4 im Bayern-Derby bei den Rosenheimer Starbulls muss gegen den zuletzt schwächelnden Meister Bietigheim ein Sieg her. Das Team von Trainer Kevin Gaudet war am Freitag daheim mit 0:5 gegen den SC Riessersee böse unter die Räder gekommen, darf sich aber nicht lange mit Wunden lecken aufhalten: Die fünfte Niederlage in Folge ist angesichts der aktuellen Situation kein unrealistisches Szenario. Zumal die Dreihelmenstädter am Gutenbergweg eine Macht sind: In bis dato acht Auftritten gab der EVL lediglich zwei Zähler ab und ist somit noch ungeschlagen. Die Niederbayern können beinahe in Bestbesetzung antreten und müssen lediglich auf Verteidiger Fabio Wagner (Riss des Innenmeniskus im Knie) ersetzen. Immerhin einen Hoffnungsschimmer für die Gäste gibt es: Im ersten Vergleich setzten sich die Steelers in der EgeTrans Arena mit 7:5 durch.

Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins (18.00)

Zwei Niederlagen in Folge hier, vier Siege am Stück dort: Geht es nach dem aktuellen Trend, setzen die Seestädter ihren Marsch in Richtung Tabellenspitze auch in der Sachsen-Metropole fort. Das erste Aufeinandertreffen mit den Eislöwen ging knapp an die Pinguine. In einer auf Augenhöhe geführten Partie zeigten die Eislöwen zwar eine couragierte Leistung, blieben nach einem 3:4 dennoch ohne Punkte. Zwar würden sich die Eislöwen nur zu gern revanchieren, doch die Pinguine haben derzeit einen Lauf. Und das, obwohl keiner der Langzeitverletzten endlich zum Kader stoßen kann. Und so muss sich Trainer Mike Stewart auch in Elbflorenz wieder auf seine sturmerprobte "Dreiblocklösung" verlassen.  Cool bleibt Stewart, wird er auf die Serie der Fischtowner angesprochen: „Ich schaue nur von Spiel zu Spiel. Wir wollen in die Playoffs, ob mit Serien oder Einzelsiegen - das ist mir ziemlich egal!"

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)

48 Stunden nach dem so wichtigen Sieg in Crimmitschau, erwarten die Falken keinen Geringeren, als den frischgebackenen Tabellenführer. Nach dem kräftezehrenden Derby-Sieg gegen Landshut ist es das erklärte Ziel der Oberbayern, den Platz an der Sonne zu verteidigen. Dass dies bei den Falken kein „Selbstläufer“ ist, weiß Starbulls-Coach Franz Steer: „Die letzten Spiele haben uns enorm viel Kraft gekostet und Heilbronn hat eine Mannschaft, die über eine hohe Qualität verfügt.“ Weiterhin nicht einsetzen kann Steer die Verletzten Kim Staal, Shawn Weller, Maximilian Hofbauer und Florian Müller. Im Tor kommt wieder Frederic Cloutier zum Einsatz, weil der wiedergenesene Pasi Häkkinen noch eine Pause erhält. Bei den Falken fehlen nach wie vor Mike Card, Brady Leisenring und David Danner. Das erste Aufeinandertreffen ging mit 5:2 an die Starbulls.

SC Riessersee - EC Bad Nauheim (18.30)

Im Duell gegen den ambitionierten Aufsteiger setzen die Werdenfelser auf ihre beeindruckende Heimstärke. „Die Mannschaft spielt am Limit und zeigt läuferisch eine hohe Qualität. Das müssen wir gegen die brandgefährliche Offensive der Hessen wieder abrufen", fordert SCR-Trainer Toni Krinner. Auch EC-Coach Frank Carnevale richtet sich auf einen "heißen Fight" ein, nachdem die Bayern zuletzt drei Siege in Folge holten und dabei sogar Meister Bietigheim mit 5:0 überfuhren. Das Hinspiel ging allerdings erst nach Penaltyschießen an das Krinner-Team. Darüber hinaus agieren die Roten Teufel derzeit auswärts scheinbar gelöster als vor eigenem Publikum. Von daher wollen die Hessen auch an der Zugspitze etwas Zählbares gegen den Tabellennachbarn mitnehmen.

ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (19.00)

Ein wenig spielt der Frust mit, wenn die Joker aus Kaufbeuren das Schlusslicht aus Crimmitschau empfangen. Schließlich „verbaselten“ beide Teams ihre letzten beiden Partien. Derweil Kaufbeuren in der Fremde beim EC Bad Nauheim den kürzeren zog, übernahmen die Eispiraten durch ein 2:4 daheim gegen Heilbronn die „Rote Laterne“. Aber: An runderneuerter eigener Wirkungsstätte ist der ESVK noch unbezwungen. Zwei Auftritte, zwei Siege lautet die makellose Bilanz der Joker, bei denen der Einsatz von Goalie Vajs ebenso fraglich ist wie der von Allrounder de Paly. Einsatzbereit ist in jedem Fall wieder Assner, und auch Förderlizenz-Spieler Keil aus Straubing steht erneut im Aufgebot. Mit einem Dreier gegen das defensivschwächste DEL2-Team (62 Gegentore) soll der Anschluss auf Platz acht gehalten werden. Das Hinspiel ging 5:2 an die Eispiraten.

Der 15. DEL2-Spieltag im Überblick:
Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars (17.00 Uhr)
EV Landshut - Bietigheim Steelers (18.00)
Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins (18.00)
Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim (18.30)
SC Riessersee - EC Bad Nauheim (18.30)
ESV Kaufbeuren - Eispiraten Crimmitschau (19.00)

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